Minsk - Hauptstadt von Weißrussland

Minsk ist die Hauptstadt von Weißrussland (Belarus) mit rund 1,7 Millionen Einwohnern. Die Stadt Minsk liegt an der Swislatsch. Im zweiten Weltkrieg ist Minsk fast völlig zerstört worden, heute ist die Stadt wieder politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum von Weißrussland. Minsk ist Sitz der Staatlichen Belarussischen Universität, schon seit Sowjetunion-Zeiten Zentrale für viele Hochschulen und Bildungseinrichtungen.

Privet-minsk gibt es in drei sprachen. Die Artikel sind zumeist von weissrussischen Jpournalisten geschrieben, die das Land Weißrussland, die Stadt Minsk und die Menschen, die dort leben, vorstellen.

Loschitski Landgutkomplex

Prachtvolles Erbe

Die Experten behaupten, dass über 150 historische architektonische Meisterstücke in Weißrussland erhalten bleiben. Aber in Minsk gibt es nur eins. Es ist das Loschitski Landgut, eine der sentimentalsten Orte der Hauptstadt.

Aus alten Quellen ist es bekannt, dass ein Feudallandgut bereits im 16. Jahrhundert am Zusammenfluss der zwei Flüsse - Swislotsch und Loscha- stand. Dessen Besitzer waren die Fürsten Saslawskis, Nachfahren Gedimins, des Gründers des weißrussisch -litauischen Staats. Der günstig gelegene Ort lenkte die Aufmerksamkeit von vielen Adligen auf sich, deshalb lössten die Inhaber des Landguts einander mehrmals ab. All die waren berühmte belarussische Familien: Die Fürsten Drutskis, direkte Nachfahren des berühmten Fürsten Wseslaw aus Polotsk, der Wundertäter für seine erstaunlichen Heldentaten genannt wurde, später die Familie Pruschinskis, die aus dem westlichen Teil von Weißrussland , dem jetzigen Polen stammten. Stanislaw Pruschinski, königlicher Generaladjutant, Ritter von vielen polnischen Orden, machte ein altes Landgut zur geräumigen Residenz. Damals besuchten diesen Ort viele hochrangige Gäste, darunter der letzte König der Republik Polen Stanislaw-Awgust Ponjatowski und der russische Imperator Pawel I. Später gingen im Park Loschitsas Dramatiker Wintsent Dunin-Martinkewitsch, der Komponist Stanislaw Monjuschko und andere prominente Persönlichkeiten dieser Zeit spazieren.

Aber grössten Ruf genießte Loschitsa bei Ewstafi Ljubanski, Mitglied der Familie Pruschinskis mütterlicherseits. Er ließ sich hier 1884 nieder. Der neue Besitzer hatte weitgehende Interessen und war sehr gut ausgebildet. Er war nicht nur durch seine umfassende staatliche und geschäftliche Tätigkeit, sondern auch durch manche Absonderlichkeiten bekannt. Er war z. B. ein leidenschaftlicher Anhänger des Radfahrens und Chef der Gemeinschaft der Minsker Radfahrer. Er soll auch am Attentat auf den Gouverneur von Minsk, Kurlow, mitgewirkt haben. Ljubanski baute in Loschitsa mehrere einträgliche Betriebe: zwei Mühlen, ein Stärke-Sirup-Betrieb, eine Brennerei, ein kleines Ziegelwerk. Nebenbei gesagt, umgab er wegen dieses Werks das breite Gelände mit einer Ziegelwand, deren Reste bis heute erhalten geblieben sind. Am stärksten bemühte sich Pan Ewstafi jedoch um die Einrichtung des Parks und des Landgutes. Im Park pflanzte er eine Menge von exotischen Pflanzen. Auch heute kann man hier mandschurischen Nussbaum, Berg- und Krimkiefern, sibirische Fichte, Magnolie sehen. Speziell für seine Frau brachte er aus Japan eine Kobushi-Magnolie, die angeblich an ihrem Geburtstag aufblühen sollte. Mit dem Namen Jadwiga, der Frau Ewstafis, hängen sowohl die hellsten als auch die dunklsten Seiten der Geschichte von Loschitsa zusammen.

Gerade für die geliebte Frau (er war um 17 Jahre älter als sie) leitete Pan Ewstafi den groß angelegten Umbau des Landgutes ein. Ein eingeschossiges Gebäude am Ufer wurde in eine elegante Residenz umgewandelt. An das Holzhaus des XYII. Jahrhunderts wurde das neue Steingebäude angebaut. Das Haus wurde nicht nur gemütlich, sodern auch schön: Schnitzdetails aus Holz machten es besonders ästhetisch. Die Innenausstattung entsprach damaligen Luxusvorstellungen. Die Wände wurden mit Platten aus Eichenholz verkleidet. Öfen und Kamine wurden mit wunderschönen Kacheln ausgelegt, die heutzutage nur in diesem Ort zu finden sind. Die Ljubanskis wählten für die Vorhalle englischen Stil aus, der Korridor und der Treppenraum wurden mit Pompejischen Bemalungen aufgeschmückt. Die Ausstattung des Bibliothekzimmers und des Eßzimmers wies Renaissance-Züge auf, und Gästezimmer wurden im schönen Rokoko-Stil ausgestattet. Bei der Einrichtung der Zimmer wurde großer Wert auch auf Kachelöfen gelegt. Im Haus blieb eine Menge von denen erhalten. Nummer eins ist der Kamin, der in Riga nach deutschen Mustern ausgeführt wurde. Nach dem Umbau wurde das Landgut in Loschitsa in europäischen, insbesondere in polnischen Alben als eines der malerischsten erwähnt.

Das Familienglück scheiterte im für Russland fatalen Jahre 1905. Jadwiga Ljubanskaja verliebte sich zu ihrem Unglück in den Gouverneur Minsks A. N. Musin-Puschkin. Sie war eine polnische Adlige, wurde in katholischen Traditionen erzogen. Unüberwindbare Leidenschaft an den russischen Aristokraten wurde für sie zum Verhängnis. Leidenschaft kämpfte mit Ehre und Jadwiga konnte es nicht ertragen. Sie ertränkte sich in Loscha. Zu ihrem Andenken pflanzte Ewstafi die letzte der Parkraritäten, den einzigen in Weißrussland mandschurischen Aprikosenbaum. Er mauerte das Fenster in ihrem Schlafzimmer zu und fuhr in den Kaukasus, wohin alle russischen Adligen, die den Tod suchten, fuhren. Dort kam auch Ewstafi ums Leben.

In der sowjetischen Zeit interessierte sich man für den Park von Loschitsa zum Erstaunen wenig. Dadurch blieben viele seiner Schatzstücke gewahrt. Aber nicht alle. Weil Bolschewiken gegen die Religion kämpften, zerstörten sie teilweise die katholische Kapelle, die auch als Gruft für letzte Besitzer diente. Die zurückziehenden deutschen Truppen schlossen Zerstörung ab, indem sie diese Kapelle mit dem Lager der Munition, die nicht abtransportiert wurde, in die Luft sprengten.

In den Jahren der Okkupation, von 1941 bis 1944 befand sich im Haus von Loschitsa die Residenz des Gebietskomissars von Minsk W. Freitag. Hierher kamen Generalkommissar von Weißrussland W. Kube und sein Nachfolger K. von Gotberg. Der letztere pflegte Loschitsa zu besuchen und führte hier Beratungen oft durch. Die Partisanenleitung fasste den Beschluss, bei einer dieser Beratungen all die Leiter der deutschen Okkupationsbehörden auf einmal umzubringen. Aber die in einem Ofen gelegte Mine wurde aufgedeckt, und drei Dienstmädchen (Mutter und Tochter Tschishewskis und N. Moiseewa), die laut Partisanenbefehl die Diversion machen sollten, wurden festgenommen und hingerichtet.

Das Landgut in Loschitsa überstand viele geschichtliche Prüfungen. Derzeit beeindruckt der teilweise rekonstruirte Komplex immer noch mit Lyrismus und Harmonie.

Minsk Ballet

Das Bolschoj Theater für Oper und Ballett der Republik Weissrussland bietet in Wirklichkeit den Raum für zwei eigenständige künstlerische Teams: Für das Nationale Akademische Operntheater und das Nationale Akademische Balletttheater. Im Gegensatz zum gleichnamigen Theater in Moskau ist das weißrussische Bolschoj -Theater wirklich groß. Das riesige Gebäude ragt am Gipfel des Bergs Troitskaja und ist aus nahezu jedem Stadtteil zu sehen. Und das weißrussische Ballett ist in der ganzen Welt bekannt.

Es war gut für Weißrussland, dass der junge ehrgeizige Choreograph aus Leningrad (heute Sankt-Petersburg) Walentin Elisarjew die Führung des Balletts vor 30 Jahren übernahm. Er war damals 26 Jahre alt, er war voll von Ideen, und in Minsk traf ihn die vorbereitete Truppe, die seine Ideen für Zuschauer verkörpern konnte. So wurde ein Ballett der Weltklasse geschaffen.

Heute sind finden sich auf der List über 30 verschiedene Stücke. Kein anderes Balletttheater hat wohl solch ein breites Repertoire. Die meisten Aufführungen gehören dem leitenden Choreograph und dem ständigen Theaterleiter Walentin Elisarjew. Außer dem klassischen Ballett, bei deren Aufführung man sich an den Nachlass des großen Franzosen, des Schöpfers des russischen klassischen Balletts Marius Petip hält, wurden im Theater modernes Ballett aufgeführt. Wie durch ein Wunder gelingt es Elisarjew, an der feinen Grenze zu bleiben, die langweilige Klassik von erschreckender Avantgarde trennt. Moderne Choreographie Elisarjews ist etwas Besonderes: der dank Ausdruckskraft, Emotionalität moderne Tanz, der sich auf klassische Kanons bezieht.

Die beliebtesten, insbesondere bei ausländischen Touristen, sind natürlich alle drei Balletts Tschajkowskis "Schwanensee", “Nussknacker“, “Die schlafende Schöne“. Dabei wurden sie großzügig, mit prachtvollen Dekorationen und eindrucksvollen Kostümen aufgeführt. So wurde auch das Ballett Glasunows “Raymonda” wieder ins Leben gerufen, das auf unserer Bühne von Juri Grigorowitsch, dem ehemaligen Chefballettmeister des Russischen Bolschoj-Theaters aufgeführt wurde. Auch Weltklassik - “Chisel”, “Sylfide”, “Don Quichotte”, “Spartakus” - kann man auf der grössten belarussischen Bühne sehen. Besonders beachtenswert sind die Aufführungen Elisarjews. Nicht nur deswegen, dass er Maestro, Professor und Akademiemitglied ist. Gerade Elisarjews Aufführungen werden von ausländischen Kritikern bei zahlreichen Gastspielreisen des Theaters hervorgehoben. Und diese Vorstellungen begeistern das sehr anspruchsvolle Publikum solcher „Ballettländer“ wie Frankreich, Japan, China. Originale Autorenwerke sind “Karmina Burana” in Musik der berühmten Kantate von Karl Orf, „Romeo und Juliet“ von Prokofjew, „Heiliger Frühling“ von I. Strawinski, „Karmen-Suite“ von Bise-Stschedrin (das Stück wird ohne Unterbrechung 30 Jahre aufgeführt!), “Bolero” von Ravel.

Sehr beachtenswert sind das Ballett “Till Eulenspiegel“ in Musik des weißrussischen Komponisten Ewgeni Glebow, das seit kurzem wieder aufgeführt wird, und das bedeutende Stück „Leidenschaften“, die nach geschichtlichem Stoff aus der Zeit der Entwicklung des belarussischen Staats aufgeführt wird.

Kurz gesagt, die Ballettaufführung in Minsk zu besuchen heißt es einen unvergesslichen Abend zu verbringen, mit hoher Kunst vertraut zu machen. Wenn Sie eine Karte zu besorgen schaffen. Und wenn die Truppe zu Gastspielen nicht abreist.

Belarussische Ritter

Europas allgemeines Schwärmen für militärhistorische Klubs hat auch vor Weißrussland nicht halt gemacht. Da ist auch kein Grund für Überraschung, denn das mittelalterliche weißrussland war Kampfplatz vielzähliger Eroberungs- und Befreiungskriege.

Weißrussische Ritter kämpften sowohl gegen Kreuzfahrer, und erkämpften den Sieg bei Grünwald, als auch gegen die Zaren Moskaus. Dabei unterstanden sie einmal den Bannern des Großfüstertums Litauen, einmal dem des polnischen Königreichs,oder auch den Herrschern des Russischen Reiches. In den Sowjetzeiten war das Zurschaustellen der alten Kriegstrachten verboten, umso prachtvoller blühte dieses Hobby unter Jugendlichen in der neuen Zeit der Souveränität auf. Rein aus ihrer Hingabe widmen die heutigen Ritter und ihre schönen Damen ihre Freizeit und und nicht unerhebliche Geldmittel dieser Beschäftigung und rufen die ruhmreiche Geschichte der alten Ritter wieder ins Leben zurück. In der Art und Weise, wie sie dies tun, kommen leicht bemerkbar Züge des weißrussischen Nationalcharakters zum Ausdruck. Handelt es sich um Rüstungen so sind es nur die Besten: Die Mitglieder des Klubs "Fürstenhufe" fertigen die beste "weiße" Ritterrüstung in Europa. Geht es um ein Gefecht, so ist dies ein Gefecht bis zum Blutvergießen: Sind die Regeln des Turniers auch so rücksichtsvoll, der Ritter bleibt Ritter und kämpft bis aufs Äußerste! Sollten es Ritterfestspiele sein, so heißt es dann im Programm: "Alles inklusive". Das "weiße Schloss" veranstaltet solche Veranstaltungen und Wettkämpfe, wie Turnier, Massengefecht, Trachtenschauen und sogar mittelalterlicher Gesellschaftstanzwettbewerbe.

Gerade die "Weißes Schloss" - Festspiele gelten heutzutage als Hauptereignis im Leben der militärhistorischen Klubs in Weißrussland. Sie werden gewöhnlich im März - April gehalten und lassen sowohl einheimische Bewunderer, als auch Nachbarn (aus Russland, der Ukraine, den baltischen Staaten) und ausländische Gäste (aus Polen, Deutschland) zusammenkommen. Die Vorstellung fesselt natürlich nicht nur Liebhaber der geschichtlichen Rekonstruktion, der Anblick edelmütiger Krieger begeistert auch einfache Mitbürger. Deshalb sind geharnischte Jünglinge und Mägdlein in langen Kleidern und mit oben zugespitzten Kopfschmuck praktisch schon bei jedem Stadtfest anzutreffen.

Womit beschäftigen sich überhaupt die modernen Ritter? Selbstverständlich beteiligen sie sich an Turnieren, verteidigen ihre Ehre und Würde, bereiten sich zu Kämpfen vor, indem sie ihre Fertigkeiten der Kampfkunst mit Schwert und Speer ausfeilen, bereiten die Rüstungen vor. Aber sie sind nicht mehr auf der Suche nach Drachen oder Windmühlen - und sie sind nicht feindlich gesinnt. Ihr Erscheinen belebt jedoch beliebige Massenveranstaltungen, nicht nur Feste, sondern auch zum Beispiel Hi-Tech-Ausstellungen. Sie zollen den gebührenden Tribut dem Alltagsleben. Die meisten unter ihnen sind Studenten und Schüler, andere sind einfach arbeitende Menschen, die einen Funken Romantik in ihrem Herzen bewahrt haben. Und sicherlich auch den ritterlichen Edelsinn.

Zwei kleine Häuser

Im Zentrum von Minsk liegen auf gegenüberliegenden Ufern des Flusses Swislotsch zwei fast gleiche hölzerne Häuser. Die beiden wurden im 19. Jahrhundert gebaut. Die beiden haben nun großen geschichtlichen Wert. Es sind das Hausmuseum des Malers Walentin Wankowitsch und das Hausmuseum des ersten Kongresses der RSDAP (Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei).

Das Museum des Klassizismus (Das Haus Wankowitschs)

Fast im Zentrum des modernen Minsks blieb ein bescheidenes Einzelhaus erhalten. Die Experten halten es für die Architekturperle aus dem frühen 19. Jahrhundert. Wie mehrmalige Forschungen bestätigen, ist dieses Haus streng nach Kanonen des Klassizismus, nach dem “goldenen Schnitt“ gebaut. Die Minsker bemerken es manchmal überhaupt nicht unter modernen Steinhäusern. Aber wenn man vor die blauen Fassade mit schneeweißen Kolonnen gelangt, erstaunt man über Harmonie und Würdigkeit dieses Gebäudes.

Das Haus wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut und gehörte dem Bruder des Malers Walentin Wankowitsch, der weit außerhalb Belarus bekannt war. Das Talent von W. Wankowitsch lenkte auf sich in seinen jungen Jahren Aufmerksamkeit, als er im Jesuitenkollegium Polotsk und an der Universität Wilnja studierte. Weil er der beste Schüler war, wurde er zum weiteren Studium an die Imperatorische Akademie für Malerei Petersbourg zugewiesen. Er fand dort Anerkennung, seine Werke wurden mit goldenen und silbernen Medaillen der Akademie ausgezeichnet. Wegen Geldmangels konnte der Maler sein Studium im Ausland, wie es zurzeit angebracht war, nicht fortsetzen und kam nach Minsk zurück. Hier wurde er durch Porträts der Zeitgenossen berühmt. Das bekannteste von denen war das Porträt des Dichters Adam Mitskewitsch.

Im Haus Wankowitschs ist der Alltag aus dem frühen 19. Jahrhunderts, die Einrichtung des typischen Landgutes mit Arbeits- und Gastzimmern, Porträtsgalerien wiederhergestellt. Das Hausmuseum ist eine Außenstelle des Nationalen Kunstmuseums. Zurzeit wurde nur das Haupthaus des Landgutes gebaut. Die Restauratoren planen, zwei Flügel und den Zaun um das ganze Gelände des Landgutes wiederaufzubauen.

Walentin Wankowitsch lebte nicht lange. Er starb mit 42 Jahren in Paris, als er bei seinem Freund A. Mitskewitsch zu Besuch war. Der Maler hinterließ eine sehr große Galerie von wunderschönen romantischen Porträts. Erst ein kleiner Teil davon blieb in Museen und privaten Sammlungen in England, Frankreich, Italien, Polen, Litauen, Russland erhalten. Im Heimatland gibt es keines.

Das Museum des Kommunismus (Das Haus des ersten Kongresses der RSDAP)

Am 14. März 1898 fand im Haus des Eisenbahnarbeiters Pjotr Rumjantsew, das am Ufer des Flusses Swislotsch unweit der wichtigsten Stadtstraße Saharjewskaja (heute Prospekt Nesawisimosti) lag, die Versammlung statt, die lange Jahre als bahnbrechendes Ereignis für das Sechstel der Erde und sogar für die ganze Weltgemeinschaft galt. Hier wurde die Gründung der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, im weiteren KPSS, verkündet. Die Partei hat das Schicksal der Menschheit grundlegend geändert.

Übrigens haben die Bolschewiken selbst den ersten Kongreß ihrer Partei lange nicht anerkannt. Es liegt daran, dass dieser Kongreß ohne jungen Führer Uljanow, der im Exil war, stattfand. Es wurden vorwiegend Sozialdemokrakten, die westliche Ansichten vertraten, versammelt. Später wurde angekündigt, dass der Kongreß bloß symbolische Bedeutung gehabt habe. Auf diese Veranstaltung geht die Nummerierung der Kongresse zurück und dabei hat man den Namen der Partei verkündet. Weder Satzung noch Programm der neuen kommunistischen Partei wurden daran verabschiedet. Ihre Ziele wurden auch nicht definiert. Der Kongreß fand in ruhiger, konspirativer Atmosphäre, vor der Nase der Polizei, unter dem Deckmantel des Namenstages von Olga Mihailowna Rumjantsewa statt.

Nichtsdestoweniger wurde das Haus zum 25. Jahrestag des Kongresses in ein Museum umgebaut. Diesen Status bewahrt es auch jetzt. Während der Kriegszeit wurde das Haus vollständig zerstört, wurde aber gleich nach Befreiung wiederaufgebaut. Nun kann seine Exposition nicht nur für Geschichte der kommunistischen Bewegung sondern auch als Museum des Alltags des späten 19. -des frühen 20. Jahrhunderts interessant sein.

Pistschalowski-Schloß

Vor kurzem habe bei den Minskern ein großes Aufsehen die Nachricht davon erregt, dass die bekannte Stadtuntersuchungshaft angeblich in ein Hotel umgewandelt werden soll. Dieses Hotel wäre für Touristen bestimmt, auf die das düstere Kolorit des Kerkers anziehend wirkt. Es ist über Gespräche nicht hinausgekommen, obwohl ein Gefängnis im Zentrum der Stadt nicht am Platze ist. Aber es kommt auch darauf an, dass sich die Untersuchungshaft in einem geschichtlichen, einmaligen Gebäude befindet. Die Experten nennen dieses Gebäude nicht mehr und nicht weniger Pistschalowski-Schloß!

Es liegt daran, dass das Gefängnis 1825 nach dem Projekt des Architektoren Pistschala gebaut wurde. Er folgte der typischen Konstruktion des belarussischen gotischen Schlosses. Es ist das zweistöckige, nach dem Plan rechtekige Gebäude mit vier runden Turmen, je einer in jeder Ecke. Jeder Turm ist mit rechtekigen Zähnen über das viefstufige Gesims ausgestattet. Das Schloß ist mit der hohen Steinwand mit Strebepfeilern umgeben, wie es sich gehört. In der Wand gab es keine Zähne bzw. weitere Aufbauten. Das Schloß war, man kann sagen, kein richtiges Schloß. Es sollte nicht als Festung, sondern als Gefängnis dienen. Die Wände sollten nur Fluchten verhindern.

In diesem Kerker saßen viele prominente belarussische Persönlichkeiten: Dichter Karus Kaganets, Ales Garun, Jakub Kolas, Dramatiker Wintsent Dunin-Martinkewitsch. Hier wurde der Revolutionär Pulichow hingerichtet, der ein Attentat auf den Gouverneur von Minsk Kurlow verübt hatte. Der letztere erteilte im Oktober 1905 den Befehl, auf das Meeting der Arbeiter Feuer zu eröffnen.

Derzeit wie vor 180 Jahren wird das Pistschalowski-Schloß fachgerecht als Untersuchungshaft verwendet. Seit mehreren Jahrzehnten gelingt es niemand, aus diesem Gefängnis zu fliehen. Das Schloß ist also ein zuverlässiges Gebäude. Die Architektur des Schlosses zu besichtigen kann man nur im Herbst. In anderen Jahreszeiten verlieren sich weiße Turme in Bäumen, von denen es genug um das Gebäude gibt. Man muss auch vorsichtig besichtigen, es ist doch ein Gefängnis. Nur Gott weiß, ob das Pistschalowski-Schloß irgendwann zum eigenartigen Touristenhotel wird. Es ist für die Justizverwaltung in seiner heutigen Funktion erforderlich.

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